Gründe für die Kryokonservierung.

Die Kryokonservierung von Spermien gilt generell der Erhaltung der Fruchtbarkeit des Mannes, wenn diese gefährdet ist. Aus diesem Grunde ist es besonders bei folgenden Indikationen ratsam, seine Spermien einfrieren zu lassen.

Tumorerkrankung

Dies betrifft in erster Linie den männlichen Tumorpatienten. Schliesslich wirken sich einige Tumoren negativ auf die männliche Fruchtbarkeit aus und auch eine Chemo- oder Strahlentherapie kann die Qualität der Spermien erheblich schädigen.

Bei Hodenkrebs veranlasst meist der behandelnde Urologe vor Beginn der Therapie noch eine sofortige Konservierung der noch vorhandenen Spermien. Aber nur, wenn die Zeit bis zur raschen operativen Intervention dazu überhaupt noch reicht, und der Patient die Kräfte  aufbringt, die Spermagewinnung noch zu realisieren.

Und so sollte heutzutage generell jeder männliche Tumorpatient vor seiner Therapie den Versuch einer Kryokonservierung seines Spermas machen.

Hodenbiopsien

Sollten bei einem Mann keine Spermien vorhanden sein(Azoospermie), kann es notwendig sein eine Hodenpunktion durchzuführen. Finden die Biologen darin Vorstufen von Spermien, dann macht es Sinn das Hodengewebe einzufrieren, um diese Vorstufen von Spermien zu konservieren, um dann später,  mittels künstlicher Befruchtung(IVF/ICSI), ein Kind zu zeugen.

Liegt eine Krankheit vor, können in der Schweiz Keimzellen zeitlich  unbegrenzt, lebenslang, konserviert werden.





Vasektomie

Ausserdem ist eine bevorstehende freiwillige Vasektomie natürlich ein Grund zur Kryokonservierung von Spermien, um die eigene Fertilität trotz allem doch noch zu erhalten. Und so besinnen sich viele Männer vor oder sogar kurz nach dem Eingriff darauf, sich doch noch ein Hintertürchen offen zu halten und legen für den Fall, dass es die Zukunft erfordert, ein Depot ihrer Spermien an. Denn oft ist sogar noch mehrere Tage nach der Vasektomie eine Kryokonservierung der Spermien möglich. Diese Form der Kryokonservierung ist in der Schweiz bis zu 5 Jahren erlaubt. Nach 4 Jahren werden die Betroffenen kontaktiert, um einen eventuellen Transfer der Proben ins Ausland, wo dies länger gelagert werden kann, mit einer externen, Firma zu organisieren. Sonst werden die Spermien vernichtet.

Eizellen

Eizellen können grundsätzlich kryokonserviert werden. Dies kann notwendig sein bei Tumorerkrankungen oder

aus persönlichen Gründen, weil noch kein Partner präsent ist und die biologische Uhr tickt. Da gilt das gleiche für alle Keimzellen: bei Krankheit ist die Lagerung lebenslänglich möglich, bei persönlichen Gründen begrenzt auf 5 Jahre.

Eiszellen GmbH - Dr. med. E. Berger-Menz - 3006 Bern - T 031 305 84 17 - F 031 305 84 18 info@eiszellen.ch - Update 23/10/2013